Wenn du dich im Ziehen von Nadelstreifen oder im Signpainting versuchen willst, dann benötigst du mindestens einen Pinstriping Pinsel, etwas Farbe, viel Geduld und eine ruhige Hand. Das nötige Material findest du bei uns, Baldrian hingegen bekommst du in der Apotheke.

Der richtige Pinstriping Pinsel

Je nachdem, welche Art von Pinstriping dich inspiriert, kannst du auch aus unterschiedlichen Pinseln wählen. Eine grobe Einteilung haben wir schon für dich vorgenommen. Mehr Infos erhältst du direkt bei unseren Pinstriping Pinseln.

Fürs Linieren oder die klassische Art von Pinstriping, benötigst du meist einen Schlepper. Das kann ein Schwert- oder Dolchschlepper, oder eine eine andere Art von Longliner sein.

Für Scrollings, Drops, Tears und enge Kurven greifst du am besten zu einem Scroller. Die Auswahl reicht von Pinseln mit kurzem Stiel, über unterschiedliche Haarlängen bis hin zu Short Stroke Scrollern.

Signaturen oder Schriftenpinsel gibt es ebenfalls in vielen Ausführungen. Du nutzt sie am besten für alle Arten von Lettering, Unterschriften und auch für Outlines.

Pinstriping Farben

Im Grunde gibt es zwei Arten von Pinstriping Farben. Einerseits kannst du Farben auf Emaille Basis verwenden (Enamels) oder du greifst zu Pinstriping Farben auf Urethan Basis (Urethanes).

Emaille Farben nutzt du insbesondere dann, wenn du auf eine Versiegelung verzichten willst. Dabei ist der Untergrund fast egal, da Emaillefarben enorm gut haften. Für Arbeiten auf Lack, Helmen, Jacken, Glas, Schildern, Holz etc...die beste Wahl.

Urethan Farben hingegen, solltest du versiegeln. Die Farben eignen sich ideal für Linierungen, Outlines, Schriften im Innen- und Außenbereich oder auf Gegenständen die anschließend überlackiert werden. Du kannst dazu zum Beispiel unsere Alu-Verbundplatten verwenden.

Zubehör & mehr

Mit ein wenig Übung gelingen dir schnell die ersten Linien und bald auch komplexe Designs. Um dich dabei so gut als möglich zu unterstützen, haben wir nützliches Zubehör wie Rasterschablonen, Übertragunspapier, Mischbecher und mehr auf Lager.

Goldleafing

Auf Malgründen wie Alu-Verbundplatten kannst du dich auch im Vergolden versuchen und gleich mal ein paar fette Pinstriping Panels zaubern. Alles was du dafür brauchst, findest du natürlich in der Vergolder Ecke.

Die Geschichte des Pinstriping

Pinstriping ist eines der ältesten Handwerke überhaupt, verzierten schon die Römer ihre Streitwagen mit Nadelstreifen. Nach einem Stillstand in der Entwicklung tauchten dann 1953 in Südkalifornien obskure Linien auf Handschuhfächer junger Männer auf, welche sich dann auf Kühlergrills und andere Fahrzeuge ausweiteten. Freestyle Pinstriping war geboren und entwickelt sich seitdem ständig weiter.

Pinstriping als Kunstform hatte ihren Urpsrung in den USA, irgendwann um 1940 und zählt zur großen Familie der Lowbrow Art. Einflüsse aus Mexiko, Ozeanien, tranditioneller Tattookunst und Comics brachten zahlreiche Motive und Stilformen hervor.

Bekannte Größen, um nicht zu sagen Urväter der Pinstriping Szene, sind unter vielen anderen Von Dutch, Daddy Ed Roth, Herb Martinez oder Todd Hanson. Derzeit erlebt die Szene einen Aufschwung und bringt viele ausgezeichnete Künstler hervor, welche über die ganze Welt verstreut maßenhaft Kunstharzfarbe auf alle möglichen Untergründe pinseln.

Fotocredits: © Switchi, Matthias S. Kauder, Pinstriping Neil